10. Juni 2026
überleben oder glücklich?.

„Unser Gehirn ist primär auf Überleben und nicht auf Glücklichsein fokussiert. Und um zu überleben, brauchen wir die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, in der wir enge Bindungen pflegen und in der wir uns für unsere Beiträge wertgeschätzt fühlen. Verhalten, die uns in den Augen der anderen minderwertig erscheinen lassen, wollen wir tunlichst vermeiden. Auch wenn das zur Folge hat, dass wir uns immer wieder von dem entfernen, was uns in unserem Innersten ausmacht. Und uns zu verleugnen macht uns auf Dauer unzufrieden und unglücklich!“ (Aus dem Buch „Selbstmitgefühl entwickeln“, von Christine Brähler)
Könnte man doch meinen, dass das alles nichts mit uns zu tun hat. Dass das die Themen der Jugend sind, bei denen sich das, was ihnen wichtig ist, erst festigen muss. Dass die sich erst finden und dann einüben müssen, zu sich selbst zu stehen. Um dann irgendwann mal glücklich zu sein.
Läuft das bei uns Erwachsenen wirklich so ganz anders? Wissen wir, was wir wirklich wollen? Haben wir beschlossen, wir selbst zu sein? Ist uns bewusst, dass es Kraft kostet, kostbare Ressourcen in Dinge zu investieren, die nicht uns sondern andere begeistern?
Wir dürfen gerne barmherziger mit uns sein. Denn diesen ältesten Teil unseres Gehirns, der bereits in grauer Vorzeit unser Überleben gesichert hat, können wir am besten „zähmen“ indem wir akzeptieren, dass seine Strategie einen Teil von uns ausmacht:
Um dann zu beschließen, wieder ein Stück weit wir selbst zu sein. Nicht überleben oder glücklich, sondern mit anderen leben und glücklich sein mit dem wie wir sind!